Jürgen Klopp hat für seine ersten Spiele als Bundestrainer zwei Kader mit insgesamt 44 Spielern benannt. Der neue Chefcoach der deutschen Nationalmannschaft will damit eine breite Basis von Akteuren in den anstehenden Nations-League-Partien testen und bestätigte Marc-André ter Stegen als Stammtorhüter.

Die Mannschaft, die am 24. September in den Niederlanden und gegen Griechenland antritt, umfasst etablierte Kräfte wie Kai Havertz, Jamal Musiala und Nico Schlotterbeck. Ein zweiter Kader mit Spielern wie Florian Wirtz, Nick Woltemade und Karim Adeyemi wird für die Spiele gegen Serbien und ein weiteres Aufeinandertreffen mit Griechenland zusammengestellt. „Ich möchte möglichst viele Spieler kennenlernen“, sagte Klopp. Er betonte: „Es gibt kein A- oder B-Team. Die Kader sind so zusammengestellt, dass es auf dem Platz und auch charakterlich und erfahrungstechnisch Sinn ergibt.“

Neue Gesichter im DFB-Team

Unter den Nominierten befinden sich mehrere Spieler ohne Länderspielerfahrung, darunter der Elversberger Mittelfeldspieler Felix Keidel und der Frankfurter Angreifer Younes Ebnoutalib, die beide nur wenige Bundesligaeinsätze vorweisen können. Klopp sieht in ihnen Potenzial. „Wir haben ein paar Jungs hier, die euch überraschen werden, aber wir sehen etwas in den Jungs und wollen für ihre Entwicklung da sein“, erklärte der Trainer. Er fügte an, dass so viel Talent aufgefallen sei, dass einige nicht einmal berücksichtigt werden konnten.

Die taktische Neuausrichtung folgt auf das Ausscheiden von Julian Nagelsmann nach dem Elfmeterschießen gegen Paraguay im Achtelfinale der letzten Weltmeisterschaft. Das letzte Spiel unter seiner Ägide endete 1:1, wie die aktuellen Statistiken zeigen. Seither hat die Mannschaft unter interimistischer Leitung eine gemischte Bilanz mit drei Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage in den letzten fünf Spielen erzielt.

Ter Stegen als klare Nummer eins

Auf der Torhüterposition setzt Klopp voll auf Marc-André ter Stegen, nachdem Manuel Neuer seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt hat. „Ich kenne Marc-André seit langem“, sagte der Bundestrainer und beschrieb ihn als erfahren, ballsicher und exzellenten Schussfänger. Allerdings machte er klar, dass letztlich die Leistung entscheidet.

Während neue Talente ihre Chance erhalten, fehlt ein erfahrener Offensivspieler: Leroy Sané von Galatasaray wurde nicht nominiert und wird seine 80 Länderspiele vorerst nicht ausbauen. Die Mannschaft bereitet sich nun auf den Nations-League-Auftakt vor, für den vor jedem Spiel ein 23-Spieler-Kader gemeldet werden muss, wobei Wechsel zwischen den Spieltagen möglich sind. Den aktuellen Kader und die komplette Terminübersicht finden Sie auf unseren Seiten. Den nächsten Beweis muss das Team am 24. September im Auswärtsspiel gegen die Niederlande antreten.

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