Jürgen Klopp hat seinen Kader für die deutschen Nationalmannschaft für die letzten beiden Spiele in der UEFA Nations League benannt. Der 24-Mann-Aufgebot für die Partien gegen Serbien und die Niederlande markiert eine deutliche Verkleinerung gegenüber der ursprünglichen 44-Spieler-Liste und zeigt, dass der Bundestrainer seine Optionen nach einer ersten Experimentierphase eingrenzt.
Die Mannschaft, die derzeit mit fünf Punkten aus vier Spielen auf Platz drei der Nations League Gruppe 2 steht, muss in den kommenden Begegnungen punkten, um die Chance auf den Aufstieg zu wahren. Die letzten vier Spiele brachten einen Sieg, zwei Unentschieden und eine Niederlage (DWLD), zuletzt ein 0:0 gegen Griechenland am 4. Oktober. Das nächste Spiel findet am 13. November in Belgrad gegen Serbien statt, gegen das man im letzten Aufeinandertreffen am 1. Oktober mit 2:0 gewann.
Füllkrug kehrt zurück, Mohya debütiert
Ein zentraler Name im Kader ist Niclas Füllkrug. Der Stürmer kehrt nach starken Leistungen im Verein zurück, wo er in dieser Saison bereits neun Tore in acht Einsätzen erzielt hat und aktuell die Torschützenliste der Bundesliga anführt. Seine Rückkehr soll der Offensive mehr Durchschlagskraft verleihen.
Die größte Überraschung ist die erste Berufung von Wael Mohya. Der 17-jährige Mittelfeldspieler von Borussia Mönchengladbach erhält damit die Chance, sich auf internationaler Top-Ebene zu beweisen. Seine Nominierung unterstreicht Klopps Bestreben, die nächste Generation aufzubauen, während gleichzeitig unmittelbare Ergebnisse benötigt werden.
„Ich freue mich sehr auf die nächsten beiden Spiele“, sagte Jürgen Klopp. „Wir haben eine abwechslungsreiche Mischung aus sehr jungen und durchaus erfahrenen Spielern im Kader. Es war schwierig, diese Auswahl zu treffen, das ist eigentlich die gute Nachricht: Mehr Spieler hätten eine Berufung verdient.“
Überraschende Abwesenheiten
Neben den Neuzugängen gibt es auch einige bemerkenswerte Abgänge. David Raum von RB Leipzig wurde nicht berücksichtigt, obwohl er in der Vergangenheit ein fester Bestandteil des Nationalteams war. Ebenfalls fehlen Kevin Schade von Brentford, der im ursprünglichen großen Kader stand, und Karim Adeyemi vom FC Barcelona, der im ersten Spiel gegen die Niederlande noch in der Startelf stand.
Von den Verletzungen betroffen sind Angelo Stiller und Josha Vagnoman vom VfB Stuttgart, die laut Informationen nicht zur Verfügung stehen. Im Tor bleibt Marc-André ter Stegen gesetzt, während im defensiven und offensiven Mittelfeld auf erfahrene Kräfte wie Joshua Kimmich und junge Talente wie Florian Wirtz gesetzt wird. Wirtz war beim 2:0-Sieg gegen Serbien im Oktober mit einem Treffer erfolgreich.
Die aktuelle Torschützenliste der Nationalmannschaft in dieser Saison führt Deniz Undav mit drei Toren in vier Einsätzen an. Die Mannschaft hofft, diese Trefferquote in den entscheidenden Nations-League-Spielen zu bestätigen.
Mit diesem Kader stellt sich Klopp der Doppelaufgabe, einerseits ein teamfähiges und erfolgsorientiertes Aufgebot für die anstehenden Pflichtspiele zu formen und andererseits die Zukunft im Blick zu behalten. Die Reise nach Serbien am 13. November wird der erste Prüfstein für diese ausgewogene Mischung sein.
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