Adi Hütter hat gemischte Gefühle zur Kaderwahl von Bundestrainer Jürgen Klopp für die deutsche Nationalmannschaft. Der Trainer von Eintracht Frankfurt begrüßte die Nominierung von Younes Ebnoutalib, bedauerte aber die Nicht-Berufung von Jonathan Burkardt. Klopp hatte seinen Kader für die November-Länderspiele gegen Serbien und die Niederlande von ursprünglich 44 auf 24 Spieler reduziert.
Hütter äußerte sich am Donnerstag in seiner Pressekonferenz vor dem nächsten Bundesligaspiel. „Natürlich freue ich mich, dass Younes nominiert ist“, sagte der 57-Jährige. „Auf der anderen Seite finde ich es schade, dass Johnny nicht dabei ist. Das liegt natürlich nicht in meinem Kompetenzbereich. Ich habe keinen Einfluss darauf.“
Rasante Entwicklung des Frankfurters
Der Stürmer Younes Ebnoutalib hat seinen Platz im DFB-Team nach seinem Debüt im vorigen Länderspielfenster behauptet. Sein Aufstieg verlief rasant. Er traf bereits bei seinem Bundesliga-Debüt gegen Borussia Dortmund und erzielte einen Hattrick im Saisonauftakt gegen Union Berlin. Zuletzt schoss er das entscheidende dritte Tor beim 3:1-Sieg gegen den Hamburger SV.
„Wir haben im Sommer-Trainingslager, im Pokal und [im Auftaktspiel gegen Union Berlin] gesehen, was in ihm steckt“, so Hütter. „Ich persönlich bin, ganz ehrlich, überrascht vom Tempo seiner Entwicklung.“ Der Trainer betonte, dass Ebnoutalib trotz des schnellen Erfolgs mit beiden Beinen auf dem Boden bleibe und dies täglich im Training zeige.
Enttäuschung für Burkardt und andere
Für Jonathan Burkardt, 25, und Torhüter Noah Atubolu, 24, beide von Eintracht Frankfurt, gab es dagegen keine Berufung. Hütter bestätigte, dass er mit Burkardt nach der Kaderverkündung gesprochen habe. „Es ist normal, dass man enttäuscht reagiert, wenn man nicht nominiert wird“, sagte Hütter. „Aber ich habe nicht den Eindruck, dass Johnny den Kopf hängen lässt.“ Burkardt konkurriert im Frankfurter Angriff weiterhin mit Ebnoutalib um einen Startplatz.
Die Verkleinerung des Kaders ließ zwangsläufig einige Spieler zurück. Neben Burkardt und Atubolu fehlen auch David Raum von RB Leipzig, Kevin Schade von Brentford und Karim Adeyemi vom FC Barcelona. Rückkehrer ist dagegen Niclas Füllkrug nach einem starken Saisonstart. Er bildet mit Kai Havertz und Ebnoutalib das Trio der Nominalstürmer. Neue Gesichter sind Gladbachs Mittelfeldspieler Wael Mohya und Stuttgarts Abwehrspieler Finn Jeltsch, die ihre erste Berufung erhielten. Angelo Stiller und Josha Vagnoman fehlen verletzungsbedingt.
Ausblick auf die Länderspiele
Die deutsche Nationalmannschaft trifft am 13. November in Belgrad auf Serbien. Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Teams endete am 1. Oktober mit einem 2:0-Heimsieg der Deutschen. Die Tore erzielten damals Tom Bischof (39.) und Florian Wirtz (61.). Die aktuelle Form der Mannschaft von Jürgen Klopp in den letzten vier Spielen zeigt ein gemischtes Bild mit einem Sieg, zwei Unentschieden und einer Niederlage (DWLD). Das letzte Spiel war ein 0:0 in Griechenland. Die komplette Terminplanung der Nationalelf ist in unserer Spielplan-Übersicht zu finden.
Für Ebnoutalib ist die Nominierung der nächste Schritt in einer außergewöhnlichen Saison. Für Burkardt bedeutet sie einen Rückschlag, den er in Frankfurt zu verarbeiten hat. Die Mannschaft bereitet sich nun auf das Länderspiel in Serbien vor, bei dem es um wichtige Punkte in der Nations League geht.
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