Kerim Demirbay hat erklärt, er würde nie wieder für die deutsche Fußballnationalmannschaft spielen. Der 33-jährige Mittelfeldspieler, der 2017 zwei Partien unter Joachim Löw absolvierte, äußerte tiefe Reue über seine damalige Entscheidung für den DFB.
„Ich würde nie wieder für Deutschland spielen, selbst wenn sie mich jetzt anrufen würden“, sagte Demirbay. Der gebürtige Hertener, dessen Eltern aus der Türkei stammen, fühle sich ausschließlich als Türke. Sein größtes Bedauern sei, niemals das Trikot der türkischen Nationalmannschaft getragen zu haben. „Mein größtes Bedauern wird immer sein, nie das Trikot der türkischen Nationalmannschaft getragen zu haben“, so der Spieler.
Demirbay machte sein Debüt im Juni 2017 und erzielte beim 3:1-Sieg gegen Kamerun im Confed-Cup das erste Tor. Nach diesem Treffer zog er sein Trikot aus und zeigte eine Tätowierung der türkischen Landesgrenze. Er ist überzeugt, dass diese Aktion der Grund dafür war, dass er nach dem Turnier nie wieder für Deutschland berufen wurde. Eine offizielle Bestätigung für diese Annahme gibt es nicht. Seine Karriere bei Bayer Leverkusen und Hoffenheim liegt hinter ihm, seit Sommer 2023 spielt er in der Türkei, zuerst für Galatasaray Istanbul und aktuell für Kasımpaşa in der Süper Lig.
Gefühl der Ausgrenzung
Demirbay berichtete von rassistischen Erfahrungen in Deutschland und dem Gefühl, aufgrund seiner türkischen Identität ausgeschlossen worden zu sein. Sein Umfeld habe anderthalb Jahre lang die türkische Verbandsleitung bearbeitet, bevor er sich letztlich für Deutschland entschied, eine Wahl, die er heute bereut. Seine Bilanz im DFB-Dress bleibt bei zwei Einsätzen und einem Tor.
Während Demirbay seine internationale Laufbahn als beendet betrachtet, bereitet sich die Nationalmannschaft auf das nächste Pflichtspiel vor. Die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann reist am 13. November zum Auswärtsspiel gegen Serbien. Die aktuelle Form der DFB-Elf ist durchwachsen: Aus den letzten vier Spielen gab es einen Sieg, zwei Unentschieden und eine Niederlage (DWLD). Das letzte Spiel endete am 4. Oktober 0:0 in Griechenland. Den letzten Sieg sicherte sich das Team am 1. Oktober mit 2:0 gegen Serbien durch Tore von Tom Bischof und Florian Wirtz. Die nächste Aufgabe ist klar, die Vergangenheit von Kerim Demirbay hingegen bleibt ein Kapitel mit unerfüllten Wünschen und offenen Fragen.
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Kerim Demirbay hat seine Kritik am DFB konkretisiert. Der 33-Jährige sagte, sein Torjubel mit dem Türkei-Tattoo 2017 sei der Grund für sein Karriereende im Nationalteam gewesen. „Danach wurde ich nie wieder einberufen“, so der Ex-Nationalspieler. Er warf dem Verband vor, wegen seiner türkischen Identität gegen ihn vorgegangen zu sein. Die Mannschaft bereitet sich derweil auf das nächste Spiel vor. Das letzte Pflichtspiel endete am 4. Oktober 0:0 in Griechenland.
Kerim Demirbay hat seine Kritik am DFB erneuert. In einem Interview mit dem türkischen YouTuber Yağız Sabuncuoğlu sagte der 33-Jährige: "In Deutschland gibt es ohnehin viel Rassismus gegen uns. Das ist eine Tatsache." Er sieht seinen Fall in der Nationalmannschaft als Beispiel dafür. Die Mannschaft von Julian Nagelsmann bereitet sich derweil auf das nächste Spiel vor.
Update, 21. Oktober 2026 Kerim Demirbay hat in einem Interview mit dem türkischen Journalisten Yagiz Sabuncuoglu neue Vorwürfe erhoben. Der 33-Jährige sagte: "Ich darf nicht darüber sprechen, was alles passiert ist, aber es war sehr respektlos." Er machte erneut seinen Torjubel mit dem Türkei-Tattoo 2017 für das Ende seiner DFB-Karriere verantwortlich.
