Die deutsche Ü80-Senioren-Nationalmannschaft ist Fußball-Weltmeister. Das Team gewann den Titel in Australien durch einen 2:0-Finalsieg gegen die USA in Cleveland, einem Vorort von Brisbane.
Der Erfolg unterstreicht die wachsende Bedeutung des Seniorensports. Spieler Michael Rätsch von Hertha BSC, der im Vorrundenspiel gegen Japan (2:1) den Siegtreffer erzielte, betonte nach dem Turnier: „Wir müssen sehen, dass mehr Menschen im Alter Sport treiben“. Das Turnier, bereits die achte Austragung der Weltmeisterschaft für Spieler über 70, fand über fünf Tage mit den Altersklassen Ü70, Ü75 und Ü80 statt. Die deutschen Ü80er mussten dabei an einem Tag zwei Spiele absolvieren, um von der Gruppenphase über das Halbfinale ins Finale zu kommen. Gespielt wird mit acht Feldspielern, die Partien dauern 2 x 30 Minuten. Bis zu vier Spieler pro Team dürfen unter 80 Jahre alt sein, der Torwart kann bereits 77 sein. Fünf Berliner waren im deutschen Aufgebot.
Titelverteidigung gelungen
Mit dem Triumph der Ü80er setzte Deutschland die Erfolgsserie der Senioren-Nationalteams fort. Bereits im Vorjahr hatte die Ü75-Auswahl den Weltmeistertitel geholt. Für die kommende Saison sind eine Europameisterschaft und weitere Länderspiele der Senioren-Teams geplant. Die Freude über den jüngsten Erfolg war trotz der Strapazen groß. „Wir haben alle eine rote Birne und einen Sonnenbrand. Das ließ die Freude nicht schmälern“, sagte Rätsch.
Während die Senioren triumphieren, bereitet sich die A-Nationalmannschaft auf ihr nächstes Pflichtspiel vor. Am 13. November geht es im Rahmen der Qualifikation zum Auswärtsspiel nach Serbien. Die jüngste Bilanz der DFB-Elf zeigt ein gemischtes Bild mit einem Sieg, zwei Unentschieden und einer Niederlage aus den letzten vier Partien (DWLD). Das letzte Spiel endete am 4. Oktober mit einem 0:0 in Griechenland. Zuvor gab es einen 2:0-Heimsieg gegen Serbien, bei dem Tom Bischof (39.) und Florian Wirtz (61.) trafen. Den nächsten Auftritt der Weltmeister von morgen können Fans im Spielplan verfolgen.
Read the full report at Deutschlandfunk
