Die deutsche Nationalmannschaft muss ihr entscheidendes Nations-League-Auswärtsspiel in Belgrad am 13. November vor leeren Rängen bestreiten. Die UEFA hat eine Zuschauersperre für die Partie gegen Serbien im Stadion Rajko Mitic bestätigt, die auf rassistisches und diskriminierendes Verhalten serbischer Fans in früheren Spielen zurückgeht.
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) informierte bereits die Inhaber von Tickets für das Spiel, dass deutsche Fans nicht nach Belgrad reisen können. „Wir standen im engen Austausch mit der UEFA und dem serbischen Verband und hätten uns für euch bessere Neuigkeiten gewünscht“, sagte der DFB. Der serbische Verband hatte versucht, die Strafe abzumildern, doch die UEFA-Entscheidung ist rechtskräftig. „Neben dem Zuschauerausschluss verhängte sie eine Strafe von 50.000 Euro“, hieß es von der europäischen Fußball-Union. Bereits beim Hinspiel in München, das die DFB-Elf mit 2:0 gewann, waren serbische Anhänger gesperrt.
Entscheidende Phase für Klopps Team
Für Bundestrainer Jürgen Klopp und seine Mannschaft kommt die Nachricht in einer heiklen Phase der Gruppe A2. Nach dem 0:0 gegen Griechenland am 4. Oktober und einem unruhigen Start mit einem Sieg, zwei Unentschieden und einer Niederlage in den letzten vier Spielen liegen die Deutschen mit fünf Punkten auf dem dritten Platz. Die Niederlande und Griechenland führen mit jeweils acht Zählern. Nur die beiden besten Teams der Gruppe erreichen das Viertelfinale. Das bedeutet, dass die DFB-Elf in Belgrad und drei Tage später im abschließenden Heimspiel gegen die Niederlande in Berlin dringend Punkte benötigt.
Die Ausgangslage ist dennoch nicht hoffnungslos. Das letzte Aufeinandertreffen mit Serbien endete am 1. Oktober mit einem 2:0-Heimsieg, der Klopps erste Dreier als Nationaltrainer markierte. Die Tore erzielten damals Tom Bischof (39. Minute) und Florian Wirtz (61.). Die aktuelle Tabelle zeigt, dass jedes einzelne Ergebnis nun zählt. Mit Deniz Undav als aktuell bestem Torschützen der Mannschaft in dieser Saison hofft das Team, die ungewöhnliche Atmosphäre in Belgrad zu ihrem Vorteil zu nutzen. Das nächste Spiel auf dem Spielplan ist diese Geisterpartie in Serbien am 13. November.
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