Kerem Demirbay bereut seine Entscheidung, für die deutsche Nationalmannschaft zu spielen. Der 33-jährige Mittelfeldspieler, der 2017 zwei Länderspiele für Deutschland absolvierte, äußerte in einem Interview tiefe Reue und erklärte, er würde heute eine erneute Nominierung ablehnen.
Er sagte, er würde einen erneuten Anruf ablehnen, weil er Türke sei. Der in Herten geborene Sohn türkischer Eltern fühlt sich nie vollständig akzeptiert. Er behauptet, nachdem er bei einem Spiel sein Trikot ausgezogen und eine Türkei-Tätowierung gezeigt habe, sei er aus dem Nationalteam ausgeschlossen worden. Demirbay sprach auch von rassistischen Erfahrungen innerhalb des DFB-Umfelds.
Sein größter Wunsch, das Trikot der türkischen Nationalmannschaft zu tragen, blieb unerfüllt. Dies sei seine größte Enttäuschung, so der Profi, der seine Karriere bei Schalke 04 begann und über Hoffenheim und Bayer Leverkusen schließlich in die Türkei wechselte. Seit Januar 2026 steht er bei Kasimpasa Istanbul unter Vertrag.
Karriereverlauf und Identitätskonflikt
Demirbay durchlief deutsche Jugendnationalmannschaften, bevor er sich 2017 für den DFB entschied. Sein Debüt gab er im Freundschaftsspiel gegen Dänemark, sein einziges Tor erzielte er beim 3:1 gegen Kamerun im Confederations Cup. Die damalige Entscheidung beschreibt er heute als Fehler, der aus dem Wunsch nach sportlicher Anerkennung resultierte, während er sich gleichzeitig seiner türkischen Wurzeln bewusst war.
Die deutsche Nationalmannschaft befindet sich derzeit in einer Phase des Umbruchs. Die letzten vier Spiele brachten einen Sieg, zwei Unentschieden und eine Niederlage. Diese Form umfasst ein 0:0 gegen Griechenland am 4. Oktober, einen 2:0-Heimsieg gegen Serbien am 1. September. Nach dem jüngsten 0:0 und dem 2:0-Heimsieg gegen Serbien, bei dem Tom Bischof und Florian Wirtz trafen, steht am Samstag 13. November das Rückspiel in Belgrad an. Die aktuelle Tabelle und der Kader zeigen eine Mannschaft, die nach Kontinuität sucht. Die nächste Aufgabe für Bundestrainer Julian Nagelsmann ist die Vorbereitung auf dieses Auswärtsspiel, bei dem Spieler wie Florian Wirtz, der im letzten Serbien-Spiel traf, eine zentrale Rolle spielen werden. In der laufenden Saison ist Deniz Undav mit drei Toren in vier Einsätzen der beste Torschütze der Mannschaft.
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