Die deutsche Fußballnationalmannschaft hat in ihrer Geschichte 13 Cheftrainer erlebt, die das Team von den Anfängen bis zur Gegenwart führten. Diese Entwicklung von Otto Nerz bis zum heutigen Trainer Jürgen Klopp prägte den deutschen Fußball entscheidend, wie ein Bericht der Deutschen Welle (DW) zusammenfasst.

Die Mannschaft steht aktuell mit sechs Punkten aus drei Spielen an der Spitze ihrer WM-Qualifikationsgruppe. In der laufenden Saison erzielte die DFB-Elf zehn Tore bei vier Gegentoren. Topscorer ist derzeit Deniz Undav mit drei Treffern in vier Einsätzen.

Wer war der erste Bundestrainer?

Otto Nerz übernahm 1927 als erster hauptamtlicher Trainer die deutsche Nationalmannschaft. Der ehemalige Fußballer, Arzt und Pädagoge führte das Team bei der WM 1934 in Italien zum dritten Platz. Nach ihm folgte Sepp Herberger, der zunächst von 1936 bis 1942 tätig war. Herberger wurde 1950 erster Trainer der neu gegründeten Bundesrepublik und blieb bis 1964 im Amt. Sein größter Erfolg war der Gewinn der Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz, der als "Wunder von Bern" in die Geschichte einging.

Welche Ära brachte die meisten Titel?

Helmut Schön, langjähriger Assistent von Herberger, führte die Mannschaft von 1964 bis 1978. Er gab den Spielern mehr Mitspracherecht und etablierte einen moderneren Führungsstil. Unter seiner Leitung wurde Westdeutschland 1966 WM-Vize, gewann 1972 die Europameisterschaft, holte 1974 den Weltmeistertitel und wurde 1976 erneut EM-Vize. Diese Ära gilt als eine der erfolgreichsten in der deutschen Fußballgeschichte.

Jupp Derwall, Schöns Assistent, übernahm 1978 und startete mit einer Serie von 23 ungeschlagenen Spielen. Gleich sein erstes Turnier, die EM 1980, gewann er. 1982 führte er das Team ins WM-Finale. Nach dem Vorrundenaus bei der EM 1984 trat er zurück.

Wie verlief die Zeit nach der Wiedervereinigung?

Franz Beckenbauer, Kapitän des WM-Titelteams von 1974, wurde 1984 Teamchef, da ihm die offizielle Trainerlizenz fehlte. Unterstützt von Horst Köppel und Holger Osieck führte er die Mannschaft 1986 ins WM-Finale und gewann 1990 den Titel in Italien. Berti Vogts übernahm 1990 die schwierige Aufgabe, Spieler aus West- und Ostdeutschland zu integrieren. Unter ihm verlor Deutschland das EM-Finale 1992 gegen Dänemark und schied bei der WM 1994 im Viertelfinale gegen Bulgarien aus. 1996 gelang ihm der EM-Triumph, bevor er nach der WM 1998 zurücktrat.

Wer folgte auf die erfolgreichen Jahre?

Erich Ribbeck trainierte die Nationalmannschaft von 1998 bis 2000. Seine Ernennung war überraschend, denn ursprünglich war Paul Breitner als neuer Bundestrainer im Gespräch. Auch Uli Stielike hatte bereits zugesagt, wurde dann aber überraschend nur Assistent unter Ribbeck. Diese Phase markierte einen Übergang nach den großen Erfolgen der Vorjahre.

Wie sieht die aktuelle Situation aus?

Die deutsche Nationalmannschaft bereitet sich unter Jürgen Klopp auf die anstehenden Herausforderungen vor. Das letzte Spiel endete am 29. Juni 2026 mit einem 1:1 gegen Paraguay. Die aktuelle Form der letzten fünf Spiele zeigt drei Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage. Der nächste wichtige Test steht am 24. September 2026 mit einem Auswärtsspiel gegen die Niederlande an. Fans können den weiteren Verlauf der Qualifikation in unserer Tabelle verfolgen und die kommenden Termine im Spielplan einsehen. Die Zusammensetzung des Kaders ist auf unserer Kader-Seite dokumentiert.

Die Geschichte der Bundestrainer zeigt, wie sich Führung und Spielphilosophie über die Jahrzehnte entwickelten. Jede Ära hinterließ ihre Spuren und trug zum Erbe der deutschen Nationalmannschaft bei.