Die deutsche Nationalmannschaft wird als Außenseiter für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 gehandelt. Dies berichtete das Portal Squawka in einer aktuellen Analyse, die die Entwicklung des Teams unter Bundestrainer Julian Nagelsmann beleuchtet. Aktuell führt Deutschland seine Qualifikationsgruppe mit 6 Punkten aus drei Spielen an und weist eine Torbilanz von 10:4 auf. Das letzte Spiel endete am 29. Juni 2026 mit einem 1:1 gegen Paraguay.
Warum gilt Deutschland als Außenseiter?
Die Rolle des Überraschungskandidaten ergibt sich aus der jüngeren Turnierhistorie. Nach dem Titelgewinn 2014 folgten zwei WM-Turniere mit dem Ausscheiden in der Gruppenphase, 2018 sogar nach einer 0:2-Niederlage gegen Südkorea. Bei der EM 2024 schied man im Viertelfinale gegen den späteren Sieger Spanien aus. Diese Ergebnisse markierten einen klaren Einschnitt und leiteten eine Übergangsphase ein. In der Nations League 2023 belegte Deutschland lediglich den vierten Platz. Ein 0:2 in der WM-Qualifikation gegen die Slowakei unterstrich die damaligen Probleme.
Wie hat sich das Team seitdem entwickelt?
Die Mannschaft hat unter Nagelsmann erkennbar an Stabilität gewonnen. Auf die Niederlage gegen die Slowakei folgten fünf aufeinanderfolgende Siege in der WM-Qualifikation, bei denen viermal kein Gegentor fiel. Das Rückspiel gegen die Slowakei gewann Deutschland mit 6:0 und entschied damit die Gruppe für sich. Diese defensive Solidität ist ein zentraler Baustein. Die aktuelle Form der letzten fünf Spiele zeigt mit drei Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage (DLWWW) eine positive Tendenz. Den nächsten Prüfstein gibt es am 24. September im Auswärtsspiel gegen die Niederlande.
Wer sind die Schlüsselspieler im Kader?
Nagelsmann setzt auf eine Mischung aus erfahrenen Führungsspielern und jungen Talenten. Kapitän Joshua Kimmich bringt über 100 Länderspiele mit, ebenso wie Stammkräfte wie Leon Goretzka, Antonio Rüdiger und Leroy Sané. Torhüter Marc-André ter Stegen und Serge Gnabry gehören zum festen Kreis. Die Jugend wird durch Florian Wirtz und Karim Adeyemi repräsentiert, während Spieler wie Nick Woltemade, Malick Thiaw und Aleksandar Pavlović mit weniger als zehn Einsätzen noch am Anfang ihrer Nationalmannschaftskarriere stehen. Einen detaillierten Überblick über den aktuellen Kader bietet unsere Mannschaftsseite.
Wo liegen die offensiven Stärken?
Die Torquote der letzten WM-Turnier war ein Problem. Zwischen 2002 und 2014 erzielte Deutschland 62 Tore in 28 Spielen, seit 2014 waren es nur noch 8 Tore in 6 Partien. Ein Lichtblick war das 4:2 gegen Costa Rica 2022. Die aktuellen Stürmer zeigen jedoch vielversprechende Trefferquoten. Nick Woltemade traf viermal in acht Spielen, Tim Kleindienst viermal in sechs Einsätzen. Topscorer in der laufenden Saison ist Deniz Undav mit 3 Toren in 4 Spielen. Ein AC-Milan-Stürmer kommt auf 14 Tore in 24 Länderspielen. Diese Zahlen deuten auf ein wiedererstarktes Offensivpotenzial hin.
Was bedeutet das für die WM 2026?
Deutschland bestreitet die WM-Qualifikation in Gruppe E gegen Curaçao, die Elfenbeinküste und Ecuador. Die bisherige Bilanz und die jüngere Form geben Anlass zu vorsichtigem Optimismus. Die Mannschaft befindet sich nicht mehr im freien Fall, sondern hat eine konsistente Leistungsbasis gefunden. Die defensive Stabilität, kombiniert mit effizienten Stürmern, bildet das Fundament. Ob das für eine Überraschung bei der WM in zwei Jahren reicht, muss sich zeigen. Die weiteren Qualifikationsspiele und das Testspiel gegen die Niederlande werden wichtige Indikatoren sein. Den aktuellen Tabellenstand können Sie auf unserer Tabelle verfolgen.
