Spielverlauf
Der 1. FC Kaiserslautern gewann das DFB-Pokal-Derby gegen Waldhof Mannheim 1:0 nach Verlängerung. Der entscheidende Treffer erzielte Ibrahim Kanaté in der 120. Minute, wenige Momente vor einem möglichen Elfmeterschießen. Das Spiel blieb nach der Verlängerung ruhig, obwohl die Emotionen in den Rängen hoch waren.
Sicherheitslage
Während des gesamten Spiels flogen bengalische Feuerwerkskörper über das Spielfeld. Nach Ende der regulären Spielzeit kam es zu Rudelbildung und einem Platzsturm durch Mannheimer Fans. Die Polizei musste mit Pferden und 1400 Beamten aus Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Bayern eingreifen. Dabei wurden 33 Bundespolizei-Beamte und zwei Polizisten aus Baden-Württemberg leicht verletzt. Insgesamt wurden 85 Personen medizinisch betreut, acht davon ins Krankenhaus gebracht. Mehrere Fans wurden vorläufig festgenommen.
Reaktionen der Behörden
Der DFB reagierte unmittelbar nach Spielende mit einer Stellungnahme auf Instagram: „Der Deutsche Fußball-Bund wird die Berichte auswerten und den zuständigen Gremien zuleiten.“ Referee Robert Schröder erklärte bei Sky, dass für sicherheitsgefährdendes Verhalten im Fußball kein Platz sei und der Sonderbericht entsprechend lang sein werde. Der Innenminister von Baden-Württemberg, Manuel Hagel, verurteilte die Szenen als „kein normales Derby“ und betonte, dass solche Gewaltexzesse strafrechtlich verfolgt werden. Gleichzeitig lobte er die Polizeieinsätze als „großartig“ und professionell.
Ergebnis und Ausblick
Mit 23.500 Zuschauern, darunter 3.500 Gästeanhänger, war das Carl-Benz-Stadion in Mannheim ausverkauft. Trotz der Ausschreitungen konnte das Spiel nach der 20-Minuten-Verzögerung der Verlängerung fortgesetzt werden. Der DFB wird die Vorfälle prüfen und entsprechende Maßnahmen ergreifen. Für Kaiserslautern bedeutet der Sieg ein wichtiger Schritt im DFB-Pokal, während die Sicherheitsprobleme die Aufmerksamkeit der Fußballwelt auf sich ziehen werden.
