Die deutsche Nationalmannschaft trauert um Ottmar Walter, einen der Helden des Wunders von Bern 1954. Der ehemalige Torjäger starb nach langer Krankheit. Ottmar Walter gehörte zu einer Generation, die für eine Art von Werten stand, die heute noch wertvoller als früher sind. Er war einer der erfolgreichsten deutschen Torjäger aller Zeiten mit 336 Toren in 321 Pflichtspielen für den 1. FC Kaiserslautern. Für die DFB-Auswahl bestritt er zwischen 1950 und 1956 21 Länderspiele (10 Tore). An der Seite seines Bruders Fritz gehörte er der legendären Mannschaft an, die 1954 in Bern im Endspiel 3:2 gegen Ungarn gewann. Ottmar Walter war der drittletzte noch lebende Bern-Held, zusammen mit den 2017 bzw. 2021 verstorbenen Hans Schäfer und Horst Eckel. Die Betroffenheit beim 1. FC Kaiserslautern, dem Ottmar Walter bis auf die kriegsbedingten Standortwechsel zum Cuxhavener SV und Holstein Kiel stets die Treue gehalten hat, war groß. Der damalige FCK-Vorstandsvorsitzende Stefan Kuntz sagte: "Für uns ist das ein sehr trauriger Tag. Ottmar Walter gehörte zu einer Generation, die für eine Art von Werten stand, die heute noch wertvoller als früher sind." Der ehemalige DFB-Präsident Wolfgang Niersbach äußerte sich ähnlich: "Ottmar Walter wird uns allen nicht nur als herausragender Sportler in Erinnerung bleiben, sondern auch als wunderbarer Mensch, der sein Leben lang für Bodenständigkeit und Bescheidenheit stand." Anlässlich seines 80. Geburtstags war das Eingangstor zur Nordtribüne im Fritz-Walter-Stadion in Ottmar-Walter-Tor umbenannt worden. Zudem erhielt Ottmar Walter anlässlich dieses runden Geburtstags das Große Bundesverdienstkreuz.