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Ginter packt über WM-Aus aus: "Mit das Bitterste in meiner Karriere"
In einem Interview mit kicker, Matthias Ginter, der Innenverteidiger von SC Freiburg, offenbart seine Enttäuschung über die Nominierung für das deutsche Weltmeisterschaftskader. Er verliert in der Europa-League-Finale gegen Aston Villa und wird erst am Donnerstag informiert.
Ginter wollte „nichts mehr mit der Saison zu tun haben“
In der Vorbereitung für die WM hatte Ginter in den Planungen von Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann kaum eine Rolle gespielt. „Über die Art und Weise, wie das generell drei Jahre lang abgelaufen ist, will ich nicht sprechen. Der Zeitpunkt war eigentlich anders geplant, gerade auch mit den ganzen vorher veröffentlichten Leaks, aber ich wurde erst am Donnerstag, dem Tag der Nominierung, informiert.“
Inmitten des Freiburger Fan-Empfangs am Tag nach dem Europa-League-Finale hatte der Innenverteidiger mit einer großen Enttäuschung zu kämpfen. „Anfangs habe ich das gar nicht richtig realisiert. Ich musste einfach funktionieren. Es gab den Fan-Empfang, dann eine Ehrung hier und da. Und gerade im Urlaub wollen die Kinder ja etwas von ihrem Papa haben“, verriet der Freiburger.
„Erst mit dem Eröffnungsspiel der WM ist es mir dann so richtig bewusst geworden – und weil es ein Paket war, kam dann auch die Enttäuschung über das verlorene Finale wieder.“
Im Urlaub mit der Familie, während die Fußball-WM in Nordamerika lief, hatte Ginter versucht, nicht an Fußball zu denken und über das Saisonende hinweg zu kommen. Sein deutliches Fazit: „Ich habe auch schon Enttäuschungen in meiner Karriere erlebt, aber nicht in diesem Paket binnen zwölf Stunden. Ich wollte ehrlicherweise nichts mehr mit dieser Saison zu tun haben, sie abhaken und nach vorne schauen.“
Gibt es eine neue Chance unter Klopp?
Insgesamt 51 A-Länderspiele hat der Weltmeister von 2014 für Deutschland absolviert. Ob unter Bundestrainer Jürgen Klopp noch weitere dazukommen werden?
